'Transparenz · CardBeacon'
Wie die Kennzahlen entstehen, worauf sie beruhen — und wo ihre Grenzen liegen.
Alle Preise stammen von Cardmarket, dem größten europäischen Marktplatz für Sammelkarten, und werden über die öffentliche Schnittstelle von pokemontcg.io bezogen. Angezeigt wird der Preis-Trend — der von Cardmarket ermittelte faire Marktwert bei gutem Zustand.
Das ist bewusst nicht dasselbe wie „ab X €". Der Ab-Preis ist das günstigste Einzelangebot und betrifft oft schlechtere Zustände oder andere Sprachen; beide Werte können deutlich auseinanderliegen. Auf jeder Kartenseite stehen deshalb Trend, günstigstes Angebot, Ø Verkauf und Ø 30 Tage nebeneinander.
Einschränkung: Die Quelle aktualisiert nicht für jede Karte täglich. Liegt der Datenstand mehr als 45 Tage zurück, weist die Kartenseite ausdrücklich darauf hin.
Die Tages-Schnappschüsse sind der Grund, warum die Preisverläufe mit der Zeit dichter werden: Jeder gespeicherte Tag bleibt erhalten.
Eine Veränderung ist immer der Vergleich des aktuellen Preises mit dem Preis am Anfang des Zeitraums:
Auf Kartenseiten werden bis zu 5 Zeiträume angeboten (24H, 7T, 30T, 90T, 1J). Ein Zeitraum erscheint nur, wenn für ihn ein Messpunkt in vertretbarer Nähe vorliegt. Fehlt er, fehlt der Zeitraum — statt einer Null, die wie eine Messung aussieht.
Zwischen zwei Messungen wird der zuletzt bekannte Preis fortgeschrieben. Es wird nichts interpoliert und keine Zwischenkurve erzeugt.
Der CBI ist der Median der gemessenen 30-Tage-Bewegungen aller ausgewerteten Karten. Er beantwortet die Frage: Wie hat sich eine typische Karte bewegt?
Warum der Median und kein Durchschnitt. Die Verteilung der Kartenbewegungen ist stark rechtsschief: Über den gesamten erfassten Bestand liegt das 90. Perzentil bei +40 %, das 99. bei +100 %, der höchste gemessene Wert bei +1191 %. Ein Durchschnitt daraus ergäbe über 30 Tage einen Wert im zweistelligen Prozentbereich — rechnerisch richtig und als Aussage über den Markt unbrauchbar. Der Median ist gegen diese Schiefe unempfindlich, ohne dass ein einziger Messwert verworfen oder gekappt werden muss.
Grundlage: der gesamte erfasste Kartenbestand, nicht eine Auswahl. Karten unter zehn Cent bleiben außen vor — dort steht der Preis auf der untersten Stufe, und eine Bewegung von zwei auf drei Cent wären fünfzig Prozent, ohne dass am Markt etwas geschehen ist. Diese Karten sind auf der Seite normal auffindbar; sie tragen nur keine Marktaussage.
Keine Preisgewichtung. Bis August 2026 war der CBI preisgewichtet. Diese Gewichtung war eine Entscheidung über den Aufbau des Index und nie eine Erkenntnis über den Markt — ein höherer Preis besagt nicht, dass eine Karte häufiger gehandelt wird.
Mindestdatenlage: Unter 20 auswertbaren Karten wird kein Wert ausgewiesen, sondern der Hinweis „noch nicht genügend Marktdaten". Ein Index aus fünf Karten ist kein Index, sondern der Mittelwert von fünf Karten — sieht in einer Oberfläche aber genauso aus.
An der Kennzahl stehen deshalb immer Kartenzahl, Anzahl der Sets, Zeitraum und Datenstand.
Die Temperatur von 0 bis 100 entsteht aus drei Teilwerten:
Auf der Startseite lassen sich alle drei Teilwerte samt Herkunft aufklappen. Die gewichtete Summe ergibt exakt den angezeigten Wert — er ist nachrechenbar.
Unterhalb derselben Mindestdatenlage wie beim CBI wird auch hier kein Wert ausgewiesen.
Was die Stufen bedeuten
Kalt heißt nicht schlecht und heiß nicht gut. Die Skala misst, wie viel Bewegung im Markt ist — nicht, ob das für jemanden günstig ist. Für wen kaufen möchte, ist ein ruhiger Markt eher angenehm. Deshalb läuft die Farbskala von Blau über Grau nach Orange und nicht als Ampel: Grün und Rot bleiben auf dieser Seite ausschließlich der Richtung von Preisen vorbehalten.
Diese Kennzahl hieß bis Juli 2026 „Angst & Gier". Der Name stammte aus dem Krypto-Umfeld und beschrieb Gefühle, während gemessen ausschließlich Preisgrößen werden. Die Rechnung ist unverändert geblieben, nur die Bezeichnung nicht.
Der Score von 0 bis 100 ist der Mittelwert aus vier Faktoren, die alle aus der echten Preisreihe der Karte stammen:
Der Preis selbst fließt bewusst nicht ein. Eine frühere Fassung vergab Punkte nach Preisstufen („über 100 € = +20") und nach Seltenheitsnamen. Das ist eine Meinung in Zahlenform: Teuer wurde automatisch als besser bewertet.
Unter 4 Messpunkten erscheint kein Score. Eine Schwankungsbreite wird erst ab 5 Punkten berechnet.
Der Markt-Score ist eine datenbasierte Marktkennzahl und keine Anlageberatung.
Ein einzelner fehlerhafter Datensatz verschiebt einen gewichteten Index spürbar — und zwar unbemerkt, weil die betroffene Karte in der Oberfläche nirgends auffällt. Vor jeder Berechnung wird deshalb geprüft und aussortiert:
Aussortierte Datensätze werden serverseitig protokolliert, damit Auffälligkeiten nachvollziehbar bleiben statt still einzufließen.
In den Bewegungen, in der Suche, im Set-Markt und auf jeder Kartenseite steht neben der Bewegung eine zweite Zahl: der Abstand zum CardBeacon Index.
Die Einheit ist Prozentpunkt (pp), nicht Prozent. Eine Karte bei +22,2 % und ein Markt bei −0,2 % liegen 22,4 Prozentpunkte auseinander — nicht 22,4 Prozent. Die Verwechslung ist nicht sprachlich: Sie legt nahe, man könne den Abstand auf den Kartenpreis anwenden, und das ergäbe eine andere Zahl.
Beide Seiten müssen denselben Zeitraum haben. Verglichen wird ausschließlich über 30 Tage gegen 30 Tage. Eine Karte über sieben Tage gegen einen Index über dreißig zu stellen wäre eine Zahl ohne Aussage.
Fehlt eine Seite, entfällt der Vergleich. Ist die Karte nicht gemessen oder liegt kein belastbarer Indexwert vor, steht dort ein Strich. Ein Abstand gegen eine angenommene Null wäre eine erfundene Aussage.
Was der Abstand NICHT sagt: dass eine Karte „besser" ist. Er sagt, dass sie sich anders bewegt hat als der Markt — mehr nicht. Die Ursache dieser Abweichung wird hier nicht gemessen und deshalb auch nicht behauptet.
Keine Anlageberatung · Alle Preise ohne Gewähr
CardBeacon ist eine Informations- und Analyseplattform. Die dargestellten Kennzahlen sind keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf.