Das Pokémon-Sammelkartenspiel erschien in Japan 1996, die englische Base-Ära folgte 1999. Seitdem sind dutzende Erweiterungen in mehreren großen Serien erschienen, und wer seine Sammlung ordnen will, stolpert schnell über die Frage, was zuerst kam. Die Serien lassen sich auf Bulbapedia in einer klaren chronologischen Linie nachvollziehen, von der Base-Ära bis zur aktuellen Karmesin-&-Purpur-Serie. Dieser Überblick folgt dieser dokumentierten Reihenfolge und nennt die Merkmale, an denen du jede Ära erkennst.
Das Wichtigste auf einen Blick
Die englische Base-Ära begann mit dem Base Set, gefolgt von Jungle, Fossil und der überarbeiteten Base Set 2. Gym-Serien (Gym Heroes, Gym Challenge) und die Neo-Serie (Neo Genesis, Neo Discovery, Neo Revelation, Neo Destiny) schlossen an und führten unter anderem die Pokémon der zweiten Spielgeneration ein. Darauf folgte die kurze Legendary-Collection sowie die e-Card-Serie (Expedition, Aquapolis, Skyridge), deren Karten einen aufgedruckten Strichcode-Rand für das e-Reader-Zubehör besaßen. Diese frühen Karten erkennst du oft am Rahmen-Layout und am fehlenden modernen Regelkasten. Gerade bei alten Karten ist der Zustand entscheidend, da sie jahrzehntelang ohne Schutz gelagert wurden. Wer solche Karten besitzt, bewahrt sie sinnvollerweise in Sleeves und bei wertvollen Exemplaren zusätzlich in einem Toploader auf, um Kanten und Ecken zu schonen. Die Erstauflagen tragen teilweise einen Edition-1-Stempel, der sie von späteren Drucken unterscheidet.
Prüfe bei alten Karten immer die Ecken und die Oberfläche unter Licht – Kantenabrieb und Whitening sind die häufigsten Zustandsmängel dieser Ära.
Mit der EX-Serie wechselte das Spiel 2003 zu einem neuen Kartenlayout und führte die EX-Pokémon als starke Karten mit höherem Risiko ein. Es folgten die Diamond-&-Pearl-Serie und die Platinum-Serie, die Pokémon der vierten Generation sowie die Lv.X-Karten brachten. Danach erschien die HeartGold-&-SoulSilver-Serie, die die Johto-Region erneut aufgriff und die Pokémon-Prime- sowie LEGEND-Karten einführte. Diese Ära ist an den detaillierten Artworks und den jeweils neuen Mechaniken gut zu identifizieren. Call of Legends gilt als Abschluss dieses Abschnitts vor dem nächsten großen Reboot. Für die systematische Einordnung hilft es, die Set-Symbole unten an der Karte mit den Listen auf Bulbapedia abzugleichen.
Jede Karte trägt ein Set-Symbol; über dieses Symbol lässt sich die Erweiterung eindeutig bestimmen, auch wenn der Name nicht aufgedruckt ist.
Die Black-&-White-Serie startete 2011 mit vollflächigen Kartenrahmen und führte die Pokémon-EX in neuem Design ein. Die XY-Serie brachte Mega-Pokémon-EX und die ersten Full-Art-Trainerkarten in großer Zahl. In der Sun-&-Moon-Serie kamen die GX-Pokémon sowie Tag-Team-GX-Karten hinzu, dazu die auffälligen Rainbow-Rare-Karten. Die Sword-&-Shield-Serie folgte mit den Pokémon-V, VMAX und VSTAR sowie der beliebten Untergruppe der Illustration-Rare-Karten. Jede dieser Serien umfasst zahlreiche Haupt- und Nebensets, deren Reihenfolge innerhalb der Serie bei Bulbapedia dokumentiert ist. Die Seltenheitsstufen wurden mit jeder Serie erweitert, was die Katalogisierung umfangreicher macht.
Wenn du eine Serie komplett ordnen willst, lege die Hauptsets und ihre Spezialerweiterungen getrennt an – Letztere laufen oft außerhalb der normalen Nummerierung.
Die aktuelle Scarlet-&-Violet-Serie begann 2023 mit einem erneut überarbeiteten Layout und führte die Pokémon-ex in Kleinschreibung sowie die Tera-Pokémon ein. Hier erschienen auch die besonders gesuchten Special-Illustration-Rare- und Hyper-Rare-Karten. Um dich in der Gesamtchronologie zurechtzufinden, orientierst du dich am besten an der Serienzugehörigkeit und innerhalb der Serie an der offiziellen Set-Nummer. Bulbapedia listet jede Serie mit ihren Sets in Erscheinungsreihenfolge, inklusive der regionalen Unterschiede zwischen japanischen und internationalen Veröffentlichungen. Beim Einsortieren einer gemischten Sammlung hilft es, zuerst nach Serie, dann nach Set und schließlich nach Kartennummer zu sortieren. Ein nach diesem Prinzip geführtes Sammelalbum macht Lücken auf einen Blick sichtbar, und für den langfristigen Bestand eignet sich eine strukturierte Aufbewahrungsbox. So bleibt auch eine wachsende Sammlung über viele Serien hinweg nachvollziehbar.
Japanische und internationale Sets decken sich nicht eins zu eins – achte beim Sortieren darauf, welche Region du katalogisierst, um Dubletten und Verwechslungen zu vermeiden.
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