
Der Gesamtmarkt tritt praktisch auf der Stelle, doch unter der Oberfläche brodelt es. Zekrom ex legt zweistellig zu, Mew ex verliert über ein Fünftel. Und die ganz großen Ausschläge stammen diese Woche von Karten, die kaum jemand handelt.
3
mit echtem Marktpreis
+30,4 %
Zekrom ex
-22,3 %
Mew ex
25,33 € – 638,80 €
niedrigster bis höchster Wert
Karten im Artikel

Zekrom ex
Black Bolt
Mew ex
Paldean FatesPikachu
30th Celebration: Classic CollectionPreisvergleich
Höchstwert 638,80 €
Marktbild — Veränderung
1 von 3 im Plus
Das Wichtigste auf einen Blick
Rund um das 30-jährige Jubiläum bleibt viel in Bewegung. Zwei Sets zum Geburtstag liegen seit dem 16. September im Handel: „30th Celebration“ mit 161 Karten und die „30th Celebration: Classic Collection“ mit 30 Karten. Dazu laufen versiegelte Produkte wie die Umbreon ex und Espeon ex Ultra-Premium Collections (Umbreon und Espeon sind zwei der acht Eevee-Entwicklungen). Wer die Szene länger verfolgt, kennt das Grundmuster: Turniersaisons und gespieltes Metagame verschieben die Nachfrage nach bestimmten Karten, während Sammelsets ihren eigenen Rhythmus haben. In Japan ist mit „Storm Emeralda“ bereits ein Set erschienen, zu dem die Quellen noch keine englische Ausgabe führen. Die teuersten japanischen Karten dort sind gleich zweimal Mega Rayquaza ex sowie Raikou ex.
Zekrom ex aus Black Bolt steht mit +30,4 % gegen den 30-Tage-Schnitt an der Spitze der bestätigten Aufwärtsbewegungen bei modernen Sets — und das ist durch die Verkäufe der letzten sieben Tage gedeckt, also kein Zufallsausschlag. Zekrom ist das schwarze, blitzschleudernde Drachen-Pokémon aus der Einall-Region, lange das Aushängeschild seiner Generation. Dicht dahinter folgt Pikachu ex aus Surging Sparks mit +22,7 % gegen den 30-Tage-Schnitt. Dass gleich zwei Elektro-Karten vorn liegen, fällt auf. Eine mögliche Erklärung ist die Rolle dieser Karten im aktuellen Metagame; belegen lässt sich aus den Daten aber nur die Preisbewegung selbst, nicht ihr Grund. Auf der Gegenseite sticht Mew ex aus Paldean Fates hervor: -22,3 % gegen den 30-Tage-Schnitt.
Slowking aus Aquapolis mit +185,3 %, Exeggutor aus demselben Set mit +179,0 % — wer nur die Prozentzahlen liest, denkt an einen Goldrausch bei den Klassikern. Der Haken steht direkt daneben: dünn gehandelt. Bei solchen Karten reichen wenige Verkäufe, um den gemessenen Wert kräftig zu bewegen. Ein einzelner Käufer, der mehr zahlt als der letzte, zieht den Schnitt nach oben, und schon steht eine Dreistelligkeit in der Trendspalte. Für Einsteiger der wichtigste Reflex: Prozentwert und Handelsvolumen immer zusammen lesen. Ein Trend braucht viele Transaktionen, nicht eine laute. Die modernen Sets mit ihren vielen Verkäufen sind deshalb der ehrlichere Gradmesser für die Marktbreite — und die liegt bei 53 % der Karten über ihrem 30-Tage-Schnitt, also knapp mehrheitlich im Plus.

Slowking
Aquapolis

608,34 €
Die beiden Jubiläumssets sind erst 25 Tage im Handel. Die „30th Celebration“ zeigt als ganzes Set -39,3 % über 27 Karten — die Messung enthält aber noch die ersten Verkaufstage, die Bewegung ist vor allem die Normalisierung nach dem Start. Historisch finden Preise neuer Sets ihren Boden einige Wochen nach Erscheinen, nicht in den ersten Tagen. Wie sich die beiden Sets ab jetzt entwickeln, verdient Beobachtung. Ebenfalls auf dem Radar: „Storm Emeralda“ ist in Japan bereits erschienen, eine englische Ausgabe führen die Quellen noch nicht — ob und wann sie kommt, bleibt abzuwarten. Angekündigte englische Sets mit festem Termin nennen die Quellen aktuell keine. Und der Marktindex? Er steht bei +2,1 % nach +2,2 % in der Vorwoche. Viel ruhiger geht es kaum.
Charizard
30th Celebration: Classic Collection

177,77 €
Quellen