
Archiv-Beitrag: Die Preisangaben in diesem Beitrag stammen aus einer älteren Datenquelle und können veraltet sein — aktuelle Preise stehen auf den Kartenseiten oder direkt auf Cardmarket prüfen.
Diese Woche stand alles Kopf: Der teuerste Frosch der Twilight-Masquerade-Riege gibt nach, während ein maskiertes Schweinchen still nach oben klettert. Wer geglaubt hat, teuer bleibt teuer, durfte diese Woche einmal genauer hinschauen.
3
mit echtem Marktpreis
+11,9 %
Hearthflame Mask Ogerpon ex
-7,2 %
Bloodmoon Ursaluna ex
12,02 € – 223,93 €
niedrigster bis höchster Wert
Karten im Artikel


Greninja ex

Hearthflame Mask Ogerpon ex

Bloodmoon Ursaluna ex
Preisvergleich
Höchstwert 223,93 €
Marktbild — Veränderung
1 von 3 im Plus
Das Wichtigste auf einen Blick
Der August liegt traditionell zwischen den großen Turnierterminen, und genau in solchen Phasen verschieben sich Prioritäten der Spieler. Karten, die im kompetitiven Format gefragt sind, bewegen sich oft anders als reine Sammlerstücke. Twilight Masquerade, das Set rund um die Masken-Region Kitakami, liefert diese Woche gleich mehrere Beispiele für diese Zweiteilung. Greninja ex (die entwickelte Form des beliebten Wasser-Ninja-Frosches) und Hearthflame Mask Ogerpon ex (ein maskenttragendes Pokémon mit Feuer-Bezug) zeigen in denselben sieben Tagen entgegengesetzte Richtungen. Wer die Bewegungen im Blick behalten will, ordnet solche Karten übrigens gern in einem Sammelalbum nach Set, damit die Preisentwicklung einer Serie auf einen Blick sichtbar bleibt.
223,93€, minus 6,4 Prozent. Greninja ex bleibt mit Abstand die teuerste Karte in diesen Daten und rutscht trotzdem nach unten. Das ist bemerkenswert, weil ausgerechnet die Spitzenkarte eines Sets die stärkste prozentuale Abgabe zeigt. Historisch geben die teuersten Karten eines Sets nach der ersten Öffnungswelle häufig etwas nach, während günstigere Karten stabiler wirken. Ob das hier greift, lässt sich aus einer Wochenzahl nicht beweisen, aber das Muster ist bekannt. Greninja ist der finale Wasser-Ninja der Froschfrosch-Linie und einer der langlebigsten Publikumslieblinge der Reihe, was die hohe Notierung mit erklärt. Bei einer Karte in dieser Preisklasse achten Sammler erfahrungsgemäß besonders auf den Zustand, weshalb Toploader und Sleeves bei so etwas selten fehlen.
Wenn eine Karte für über 220€ notiert, wirkt sie als Preisanker für das ganze Set. Alles andere erscheint im Vergleich günstig, selbst wenn es für sich genommen nicht billig ist. Der Ankereffekt beschreibt genau das: Die erste Zahl, die man sieht, färbt die Wahrnehmung aller folgenden. Neben Greninja ex sieht ein Bloodmoon Ursaluna ex bei 26,75€ fast wie ein Schnäppchen aus, obwohl es diese Woche selbst 7,2 Prozent abgibt. Bloodmoon Ursaluna (eine seltene Sonderform des Bären-Pokémon mit rötlicher Stirnmarke) ist für sich eine gefragte Karte. Die menschliche Wahrnehmung rechnet relativ, nicht absolut, und der Markt spiegelt das. Wer Preise vergleicht, tut deshalb gut daran, jede Karte für sich zu betrachten und nicht nur im Schatten des teuersten Nachbarn.
Hearthflame Mask Ogerpon ex ist der auffälligste Aufsteiger der Woche mit plus 11,9 Prozent auf 12,02€. Bei diesem niedrigen Ausgangsniveau können einzelne Verkäufe die Prozentzahl stark bewegen, deshalb sagt eine Woche wenig über eine echte Richtung. Kieran (eine Trainerkarte aus dem Kitakami-Handlungsbogen) legt mit plus 4,4 Prozent ebenfalls leicht zu, während Greninja ex und Ursaluna ex nachgeben. Ob sich diese Schere zwischen günstigen Aufsteigern und teuren Abgaben fortsetzt, bleibt offen. Beobachtenswert ist, ob Greninja ex die 220-Euro-Region hält oder ob die Abgabe der teuersten Karte anhält.
Quellen
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